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Fahrradunfall


Unfälle mit Radfahrern enden häufig tödlich. Neben den Unfällen mit rechts abbiegenden Lkw, die in letzter Zeit in der Presse viel diskutiert wurden, gibt es aber auch Anstöße mit Pkw, bei denen Radfahrer schwer oder oft auch tödlich verletzt werden.

Sichtverhältnisse ausschlaggebend

Bei Unfällen mit Rechtsabbiegern sind die Sichtverhältnisse ausschlaggebend. Es ist zu prüfen, ob und gegebenenfalls wann man aus dem Lkw oder dem Bus den Radfahrer sehen konnte. Es steht außer Frage, dass durch das Abbiegen die Sicht auf den vorher parallel laufenden Radweg beeinträchtigt wird, bis dieser schließlich überhaupt nicht mehr einzusehen ist. Daher ist es wichtig, die Annäherung von beiden Unfallbeteiligten zu untersuchen und zu klären, ob der Radfahrer möglicherweise die ganze Zeit im sogenannten Toten Winkel gefahren sein kann.

Wird ein Radfahrer von einem Pkw erfasst, ist es besonders wichtig, zu klären, in welchem Winkel der Anstoß erfolgte. Das geht am Besten, wenn man Fahrrad und Pkw aneinander stellen kann. Fast immer lassen sich dabei die einzelnen Spuren am Pkw bestimmten Teilen am Fahrrad zuordnen, so dass der Winkel, in dem PKw und Fahrrad kollidierten, sehr genau bestimmt werden kann.

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Eingrenzung der Kollisionsgeschwindigkeit

Um die Kollisionsgeschwindigkeit des Pkw eingrenzen zu können, wird wie auch bei anderen Unfallarten auf Unfallversuche zurügegriffen. Um hierfür eine breitere Basis zu haben, werden seit 2002 eigene Versuche durchgeführt, bei denen ein Radfahrer-Dummy angestoßen wird.

Für die Geschwindigkeit des Radfahrers wird, ähnlich wie bei der von Fußgängern, auf statistische Untersuchungen zurückgegriffen, die in unserem Büro durchgeführt und auch veröffentlich wurden. Nur in wenigen Fällen kann man die Geschwindigkeit exakt bestimmen.

Mitunter führen Material- oder Konstruktionsfehler zu einem Unfall mit dem Fahrrad. Besteht dieser Verdacht, wird man die Untersuchung der Bauteile an Spezialisten z.B. für Materialprüfung weitergeben.

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